Regulierung & Compliance

Regulatorische Anforderungen wie WCAG 2.2, EU-Digitalgesetze und datenrechtliche Vorgaben verändern die Rahmenbedingungen im B2B-Commerce grundlegend. In dieser Kategorie analysieren wir Compliance-Anforderungen, digitale Barrierefreiheit und regulatorische Entwicklungen im Kontext von Plattformökosystemen und E-Procurement-Strukturen.
Wir ordnen ein, welche Auswirkungen gesetzliche Vorgaben auf B2B-Plattformen, Systemarchitekturen und Geschäftsmodelle haben und wie Unternehmen regulatorische Risiken minimieren können. Themen wie digitale Barrierefreiheit im B2B, Data Governance und strukturierte Compliance-Prozesse werden strategisch bewertet.
Ziel ist es, Regulierung nicht als isolierte Pflicht, sondern als integralen Bestandteil nachhaltiger Plattformstrategien zu verstehen.

In der Mitte ist ein orangener Button von dem aus mehrere Linien in alle Richtungen zu Blöcken abgehen

Widerrufsbutton 2026: Neue Pflicht – und warum es dabei um mehr als nur eine Funktion geht

Ab dem 19. Juni 2026 wird eine neue gesetzliche Anforderung für Online-Händler wirksam:
Die sogenannte Widerrufsbutton-Pflicht verpflichtet dazu, eine einfache elektronische Möglichkeit zum Widerruf bereitzustellen.

Wichtig: Diese Verpflichtung gilt ausschließlich für den Verkauf an Verbraucher (B2C).

Für viele Händler stellt sich damit nicht nur die Frage der technischen Umsetzung, sondern vor allem, wie der Widerruf künftig im eigenen Betrieb abgewickelt wird.

Was zunächst nach einer kleinen funktionalen Ergänzung klingt, betrifft in der Praxis vor allem eines:
Die strukturierte Abbildung von Abläufen im System.

Auch Anforderungen aus dem B2C-Umfeld bilden wir dort ab, wo sie relevant sind – strukturiert, integriert und ohne Bruch zu bestehenden Abläufen, etwa im Rahmen unserer Plattform für durchgängige Commerce-Prozesse.

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Eine futuristische Grafik mit verschiedenen leuchtenden Barrierefreiheits-Symbolen wie einem Rollstuhlfahrer, einem Auge und einem Schild mit Häkchen, die in einem vernetzten, digitalen Netzwerk angeordnet sind

WCAG 2.2 im B2B – Warum Barrierefreiheit zur Architekturfrage wird

WCAG 2.2 ist kein isoliertes Compliance-Thema, sondern berührt die Architektur digitaler Systeme.
B2B-Plattformen sind besonders betroffen, weil sie komplexe Prozesslogiken abbilden.
Wer Barrierefreiheit rein oberflächlich betrachtet, unterschätzt ihre strategische Dimension.
Die eigentliche Frage lautet nicht „ob“, sondern „wie strukturiert“ digitale Systeme aufgebaut sind.
Barrierefreiheit ist kein UX-Feature
Die Diskussion um WCAG 2.2 wird häufig technisch geführt: Fokus-Indikatoren, Kontraste, Interaktionsflächen.

Doch diese Sichtweise greift zu kurz.

Digitale Barrierefreiheit ist kein gestalterisches Add-on. Sie ist Ausdruck struktureller Klarheit. Systeme, die logisch aufgebaut sind, sauber strukturierte Daten verwenden und konsistente Interaktionsprinzipien verfolgen, erfüllen viele Anforderungen nicht zufällig – sondern architekturbedingt.

WCAG 2.2 macht sichtbar, wie reif eine Plattform wirklich ist.

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